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Klee und andere Leguminosen

Leguminosen

Hülsenfrüchte, auch Körnerleguminosen genannt, sind vielseitig verwertbar und haben positive Effekte auf die Fruchtfolge. Die Nutzungsarten sind die Körnergewinnung und die Futtergewinnung, wobei diese sowohl durch Zwischenfrucht- wie auch durch Haupt­frucht­nutzung durchgeführt werden kann. Als Leguminose bindet sie Stickstoff im Boden und verbessert die Bodenstruktur.

Ackerbohnen

Vicia faba
Februar bis März
40 Körner/m²

Ausdauernde Lupinen

lupinus luteus
Anfang März, mind. 6°C Bodentemperatur
60–70 kg/ha

Futtersaaterbsen

pisum sativum
Ende Februar bis Ende März und Juli bis Anfang August
150–180 kg/ha

Körnererbsen

Der Eiweißlieferant mit Vorfruchtwert!

pisum sativum
Ende Februar bis Ende März
60–70 Körner/qm

Sommersaatwicken

vicia sativa
Anfang März und Juli bis Anfang August
160 Körner/qm

Süßlupinen

Ideal für leichte Standorte

lupinus luteus
Anfang März, mind. 6°C Bodentemperatur
80–100 Körner/qm

Winterwicken

vicia villosa
August bis September
80–100 kg/ha

Hülsenfruchtgemenge

150–180 kg/ha
25-kg-Säcke

45 % Sommerwicken
45 % Felderbsen
10 % Ackerbohnen

Erbsen-Wicken-Gemenge

150-160 kg/ha
25-kg-Säcke

50 % Erbsen
50 % Sommerwicken

Landsberger Gemenge

60 kg/ha
10-kg-Säcke

15 % Inkarnatklee
60 % Welsches Weidelgras
25 % Winterwicken

Kleearten

Klee zählt zu den Leguminosen, d.h. diese Pflanzen können gemeinsam mit Knöllchen­bak­te­rien den Luft­stickstoff binden und im Boden einlagern. Sie sind somit nicht nur unabhängig vom pflanzenverfügbaren Stickstoff im Boden sondern düngen auch gleichzeitig den rest­lichen Bestand. Des weiteren sind sie sehr Schmackhaft und Eiweißreich und sind daher ein wichtiger Bestandteil im Futter. Allerdings wird der Klee durch hohe Stickstoffgaben, die beispielsweise für das Deutsche Weidelgras notwendig sind, verdrängt. Somit ist der Klee­anteil in intensiv genutzten Beständen gering, in extensiv genutzten Beständen hoch. Um einen artenreichen Bestand zu erhalten ist daher auf eine ausgewogene und bedarfs­orientierte Düngung zu beachten.

Die wichtigsten Kleearten sind:

Alexandrinerklee

Sommernutzung einjährig, wegen schneller Verholzung rechtzeitig schneiden

trifolium alexandrinum
30–35 kg/ha

Perserklee

trifolium resupinatum
20–30 kg/ha
  • Sommernutzung einjährig
  • neigt weniger zum verholzen
  • hohe Erträge

Rotklee

trifolium pratense
20–25 kg/ha
  • Bildet tiefe Pfahlwurzeln
  • kälteverträglich
  • hält Tiefschnitt und Beweidung stand
  • eiweißreiche Futterpflanze
  • mehrjährig

Weißklee

trifolium repens
15 kg/ha

Niedrigwachsend (Morsö): Durch die Bildung von oberirdischen Ausläufern dichte Narbenbildung

Hochwachswende (Ladino): lange Triebe mit großer Blattmasse

mehrjährig

Gelbklee

Botanischer Name: medicago lupulina
Aussaatstärke: 20–25 kg/ha

Bokharaklee

meliotus albus (weißbl.) m. officinalis (gelbbl.)
25–30 kg/ha

Erdklee

trifolium subter
25 kg/ha

Esparsette

onobrychis viciifolia
140–160 kg/ha
  • Mehrschnittig und einschnittig
  • bedingt winterhart
  • Bestandteil im Jurakleegras

Hornklee

lotus corniculatus
25 kg/ha

Inkarnatklee

trifolium incarnatum
30 kg/ha

Kleinklee

trifolium minus
12–15 kg/ha

Luzerne

medicago sativa
25–30 kg/ha
  • Pfahlwurzelpflanze
  • oberirdische Knospen, daher empfindlich bei Beweidung und Tiefschnitt
  • Trockenheitstollerant
  • gute Futterwerte

Schwedenklee (Bastardklee)

trifolium hybridum
15–20 kg/ha
  • Ähnlich Rotklee
  • Flachwurzler

Sumpfschotenklee l

lotus villosus
10–12 kg/ha